Ein Repräsentant Deutschlands in Ghana

Es ist zwar mittlerweile eine ganze Weile her, aber der Artikel wurde HIER nie gezeigt. Das muss nachgeholt werden!

Veröffentlicht am 15.09.12, also 2 Tage nach meiner Abreise aus Deutschland.

Filderzeitung, 15.09.12

– Filderzeitung, 15.09.12

Und Los geht’s…

Die Koffer sind gepackt (fast) und ich bin bereit für die Reise.
Viel Zeit zum Nachdenken bleibt nicht mehr, jetzt geht alles ganz schnell.
Die letzten Tage zuhause sind gut verlaufen.
Noch einmal mit all denen zusammenkommen, die einem wichtig sind: Freunde, Familie.
Da ich meine Gitarre mit auf die Reise nehme, kann ich nicht ganz so viel Gepäck mitnehmen wie es mir eigentlich erlaubt gewesen wäre. Was ich aber gut verkraften kann, weil 46 kg (2x 23) schon eine ganze Menge sind und sich meine Garderobe in Grenzen hält. Mein eines Gepäckstück wiegt 22 kg, der Gitarrenkoffer, vollgestopft mit allem Möglichen das noch hinein passte, wiegt 15 kg.

Die Aufregung steigt. – bis bald, Deutschland.
Den nächsten Eintrag gibt’s aus Ghana!

 

Und wieder ein Schritt näher..

Der Regen nieselt gegen mein gekipptes Fenster. Trotzdem nicht kalt. Angenehm. Ich schwanke hin und her, zwischen lesen und Gitarre spielen und entscheide mich am Ende doch für etwas anderes: ein kleiner Blogartikel. Noch 14 Tage.

Am 12. September geht es los: Von Frankfurt nach Lissabon, von Lissabon nach Accra. Vom Flughafen Accra geht’s dann mit Tro-Tro Bussen zum Seminar in Accra.

Was habe ich in letzter Zeit gemacht? Ich habe mein Visum beantragt, eine Reiseapotheke zusammengestellt, verschiedene andere Dinge wie zum Beispiel ein Moskitonetz und Mückenschutzmittel gekauft und ich bin endlich fertig mit den Impfungen. Das Visum hätte ich eigentlich schon vor gut 2 ½ Wochen bekommen sollen, doch es gab wohl einige Organisationsschwierigkeiten in der ghanaischen Botschaft. Nach einigen Telefonaten waren diese aber behoben und heute Morgen war es dann endlich da:


Auf der „Unterstützen“- Seite meines Blogs kann man jetzt mehr über das „weltwärts“- Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erfahren, und auch wie man meinen Freiwilligendienst in Ghana unterstützen kann.
Unter „About“ stehen Informationen über mich, warum ich weltwärts gehe und warum ich diesen Blog ins Leben gerufen habe.

Fernweh

Heute ist der richtige Tag um anzufangen. Ein regnerischer Montag, es gibt nicht viel zu tun. Der richtige Zeitpunkt, um den wie immer und überall schwierigen Anfang zu machen.

Gestern bin ich von meinem einwöchigen Vorbereitungsseminar zurückgekommen. „Vorbereitungsseminar“ – das hört sich ziemlich trocken an. War es aber überhaupt nicht. 37 Freiwillige, die im September mit dem Deutschen Roten Kreuz nach Peru und Ghana reisen, haben sich eine Woche lang intensiv ausgetauscht und über die unterschiedlichsten Themen diskutiert, haben in Gruppen Interkulturelle Aspekte und Sozialkompetenz sowie Gesundheitsvorsorge thematisiert. Man hat sich untereinander kennengelernt und Kontakte geknüpft. Die Woche hat viel Spaß gemacht, und so langsam fühle ich mich ganz gut vorbereitet, ein Jahr lang in Ghana zu leben.

Es stehen aber noch viele Vorbereitungen an, auch wenn ich in den letzten Wochen wichtige Dinge erledigt habe: Ich wurde gegen Gelbfieber, Tollwut, Typhus, Hepatitis A, B und Meningokokken geimpft, ich habe mit verschiedenen Tropenärzten über Malariaprophylaxe gesprochen. Trotzdem fehlen mir noch einige Folgeimpfungen sowie die Polioimpfung. Ich habe Kontakt mit einem ehemaligen weltwärts-Freiwilligen in Ghana aufgenommen, mit dem ich mich jetzt immer wieder austausche, denn natürlich hat man vor so einem großen Schritt unendlich viele Fragen, von denen – zum Glück, so muss man flexibel bleiben – auch viele unbeantwortet bleiben werden. Morgen werde ich endlich meinen Reisepass beim Bürgerbüro abholen können, dann kann ich auch endlich mein Visum beantragen. Weg mit den Hindernissen, die meiner Reise noch im Wege stehen!

Mehr Infos zur Trägerorganisation und zum „weltwärts“ Programm folgen in Kürze!