Wassermonster

Kokobongo Beach

Kokobongo Beach

 

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Das dritte Trimester

Viel zu lange schon habe ich nichts mehr von mir hören lassen.
Reisen haben in den letzten Wochen viel Zeit in Anspruch genommen. Im April habe ich für 2 Wochen mit Freunden den Norden Ghanas bereist, dazu gab es auch schon einige Bilder. Seit einem Monat ist jetzt ist wieder Schulalltag. Abwechselnd verbringe ich immer ein Wochenende mit meiner Familie, und gehe dann ein Wochenende „auf Reisen“.
In den kommenden Wochen werden meine Freunde und ich noch 7 Tage lang nach Togo fahren, um dort bekannte Freiwillige zu besuchen, französisch zu sprechen und hoffentlich richtige Baguettes zu genießen, eine nach 9 Monaten Toastbrot sehr willkommene Abwechslung.

In meinem Projekt gibt es derweil wenig Neues. Ich unterrichte mittlerweile zusätzlich zu den Klassen 3 bis 5 auch noch die zweite Grundschulklasse in ICT.

DSCN1387Seit neuerem gebe ich Eine weitere Neuerung ist das „Whiteboard“ das seit mittlerweile ca. einem Monat anstelle der alten Kreide-Tafel im Computer Lab verwendet wird. Dieses habe ich mit meinem ICT Kollegen von der Junior Highschool selbst gebastelt. Die Komponenten haben wir aus eigener Tasche bezahlt (die Komponenten haben insgesamt 25 € gekostet), weil es von Seiten der Schule keine Unterstützung gab, ein Whiteboard aber eine durchaus wichtige Anschaffung ist. Gerade jetzt, wo wir 14 neue Laptops vom Staat bekommen haben, sollte der Instandhaltung dieser Computer viel Aufmerksamkeit gewidmet werden. Und da Kreidestaub über die Lüfter in die Computergehäuse gelangt und sich dort festsetzen kann, sind Schultafeln, bei denen mit Kreide und Schwamm gearbeitet wird, für den Computerraum ungeeignet.
Seit neuerem gebe ich für die erste und zweite Klasse der Junior High School zwei mal pro Woche einen freiwilligen „ICT-Förderkurs“, der sehr gut besucht wird. Es gibt zwar Schüler, die im Unterricht manchmal wenig bei der Sache sind, aber Zusatzunterricht verpassen will hier dann doch selten jemand.

Projekte aus der eigenen Tasche zu bezahlen oder aus eigener Tasche an sein Projekt zu spenden (wie es viele Freiwillige auch tun) finde ich jedoch grundsätzlich eher problematisch. Zum einen wird damit der Glaube der Ghanaer bekräftigt, Volontäre könnten nur so mit Geld um sich werfen, zum anderen finden sich dann nachfolgende Freiwillige plötzlich der Erwartungshaltung gegenübergestellt, genau so zu Spenden wie ihre Vorgänger. Nach dem Motto „The last Obroni gave us 10 new Computers. What will YOU do?“